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AB(i)RISS als Neuanfang mit hervorragendem Durchschnitt

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche und dem traditionellen Abschlussball verabschiedete am vergangenen Freitag das Laubach – Kolleg 63 Abiturientinnen und Abiturienten von ihrer Schulzeit. Der Jahrgang hatte sich das fetzige Motto „AB(i)RISS – a little party never killed our Abi“ auserwählt und als Nachweis den hervorragenden Notendurchschnitt von 2,25 erzielt.

Schulleiterin Nadja Fuhr betonte in ihrer Rede, dass „AB(i)RISS“ nun auch bedeute, alte Strukturen hinter sich zu lassen, Gewohntes aufzubrechen und Neues zu wagen. Hierzu habe man die besten Voraussetzungen erworben, habe gelernt, sich selbst zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und Rückschläge auszuhalten. Zugleich blicke die Schule auch wehmütig auf den Abschied vom Abiturjahrgang, habe dieser doch den Alltag am Laubach – Kolleg durch seine Ideen und Persönlichkeiten lebendiger gemacht und eine „schulische Party“ – im übertragenen Sinne – ermöglicht. „Ein bisschen Leichtigkeit schadet dem Ernst nicht – und ein großes Ziel wie das Abitur nimmt dem Leben nicht die Freude. Erfolg entsteht nicht nur aus Disziplin, sondern auch aus Leidenschaft und Lebensfreude“, betonte Fuhr und schlussfolgerte: „A little party never killed anything – solange man weiß, wofür es sich wirklich lohnt.“

Eröffnet worden war der Gottesdienst, der von Anja Martine an der Orgel untermalt wurde, mit zwei wunderbaren Beiträgen von Abiturientin Hermine Gronemeyer, die an der Harfe unter anderem „My heart will go on“ interpretierte und damit die feierlich – würdige Atmosphäre der Verabschiedung perfekt traf.

Schulpfarrer Christoph Koch freute sich in seiner Predigt, dass alle zum Abitur zugelassenen Schülerinnen und Schüler die Prüfungen gemeistert hätten und nun, in Anlehnung an die Fußball – Weltmeisterschaft, eine echte Siegermannschaft zu bestaunen sei. Dass die Kirche dabei im übertragenen Sinne durchaus „Partyzone“ sein dürfe, zeigte Koch anhand von Bibelstellen wie dem Mal Jesu mit dem Außenseiter Levi, welche zeige, dass das Feiern das Reich Gottes widerspiegele, in dem Gemeinschaft gestiftet und ein Leben in Fülle für alle Menschen möglich gemacht werde. „Beim Feiern wirken wir an diesem Reich Gottes mit, öffnen uns für eine neue Welt, die Hoffnung macht und uns Kraft gibt.“

Für das Kirchliche Schulamt Gießen gratulierte Leiterin Anita Seebach und überbrachte die Glückwünsche der Evangelische Kirche in Hessen – Nassau (EKHN), namentlich von Kirchenpräsidentin Dr. Christiane Tietz und dem Leiter des Schulreferats Stefan Knöll. Sie betonte die „außerordentlich wertvolle Arbeit“, die am Laubach – Kolleg für Kirche und Gesellschaft geleistet werden, würden hier doch nicht nur Inhalte, sondern auch Werte vermittelt und in intensiver Begleitung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler gelebt. Dem Jahrgang wünschte sie, den „AB(i)RISS mit freiem Herzen statt in äußerlicher Perfektion“ begehen zu können – es zähle nicht die äußere Geste, sondern die innere Haltung des Menschen, die sich durch Mut, Lebensfreude, Barmherzigkeit, Empathie und Verantwortungsbewusstsein auszeichne.

Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kühn überbrachte die Glückwünsche der städtischen Gremien und wünschte den Absolventinnen und Absolventen, neben der berechtigten Party die wichtigen Werte und zu bewältigenden Herausforderungen der Gegenwart nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch betonte Kühn seine tiefe Verbundenheit zum Laubach – Kolleg und lobte Schulleitung, Kollegium und Verwaltungskräfte für ihre hervorragende Arbeit.

Für diese bedankte sich auch Elternbeiratsvorsitzender Marc Wittek im Namen der Elternschaft und bezeichnete die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler als „grandiose junge Erwachsene“, die ihren Weg finden würden, wobei dieser nicht perfekt sein müsse, sondern die individuellen Wünsche, Träume und Gedanken verwirklichen solle. „Ihr könnt mehr, als ihr manchmal glaubt,“ schloss Wittek.

Nach der feierlichen Übergabe der Abiturzeugnisse durch die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit Schulleiterin Nadja Fuhr, stellvertretender Schulleiterin Nadine Seip, Studienleiter Dr. Hanns Thiemann, die Aufgabenfeldleiterinnen und Aufgabenfeldleiter Henning Müller, Lisa Philipps und Stefan Rühl sowie Schulsportleiter Kai Bolte und Leiterin des kirchlichen Schulamtes Anita Seebach folgten weitere Ehrungen im Rahmen des Abiturientenballs in der Sport – und Kulturhalle.



Schulleiterin Nadja Fuhr ehrte Lilly Hauptvogel und Jonathan Hermann Schwarz für ihr gewinnbringendes und verlässliches Engagement in der Schülervertretung, beide wurden von Schulpfarrer Christoph Koch zudem mit dem Abi – Ehrenpreis des Fördervereins „Kreis der Freunde und Förderer (KFF) ausgezeichnet. Schulleiterin Fuhr würdigte zudem die Jahrgangsbesten Maximilian Schleuning, Johanna Kröher, Kim Noel Wörner und Lina Julie Schlosser, welche das Abitur alle mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen hatten. Zudem überreichte sie gemeinsam mit Stellvertreterin Nadine Seip und Aufgabenfeldleiterin Lisa Philipps dem Team der Verwaltung mit Michaela Schojan und Lia Erb sowie Heike Müller – Schneider von der Haustechnik/Küche einen Blumenstrauß für ihre hervorragende Arbeit, welche die Durchführung von Schulalltag und Abitur erst möglich gemacht habe.


Als beste Abiturientinnen und Abiturienten der Stadt Laubach ehrte Bürgermeister Matthias Meyer Defne Gülcehre, Jonathan Hermann Schwarz und Tabea Pawlitschko. Auch betonte Meyer die Bedeutung des Laubach – Kollegs für die Stadt und die Region. Als Beste der Friedrich – Magnus – Gesamtschule zeichnete stellvertretender Schulleiter Markus Günterberg Kim Noel Wörner, Ylenia Cheyenne Haedicke und Madita Schimmel aus, Schulleiter der Vogelsbergschule Schotten Norbert Schwing ehrte gemeinsam mit Gymnasialzweigleiterin Jenny Sroka Maximilian Schleuning, Johanna Kröher und Lina Julie Schlosser.


Für die Deutsche Mathematiker – Vereinigung erhielt Maximilian Schleuning als bester Abiturient ein Ehrenzeugnis und Präsent aus den Händen von Leistungskurslehrer Kai Bolte, Esther Ohl zeichnete für die Gesellschaft Deutscher Chemiker Charlotte Gümbel, Jasper Ruben Oehmichen und Jonathan Hermann Schwarz aus. Leistungskurslehrer und Studienleiter Dr. Hanns Thiemann ehrte gemeinsam mit Aufgabenfeldleiter Stefan Rühl Jan Tempelfeld, Mika Pascal Hofmann, Maximilian Schleuning, Lina Julia Schlosser, Ylenia Cheyenne Haedicke, Flemming Kolsch und Defne Gülcehre als beste Absolventinnen und Absolventen aus dem Bereich Physik. Nadja Fuhr zeichnete für den Verein Deutscher Sprache Hermine Gronemeyer als beste Abiturientin im Fach Deutsch aus. Für die Theater – AG würdigte Leiterin Sabine Schüller die nun ehemaligen Regisseure Marlene Cimander, Maxi Marie Diehl und Eve Marie Greischel für ihre hervorragende Arbeit.


Im Anschluss an die Ehrungen folgte ein buntes Programm, welches von den Leistungskursen und den Moderatorinnen und Moderatoren Nele Maxime Pülm, Kim Noel Wörner, Khaoula Moussaid und Laura Lingner unterhaltsam gestaltet wurde. Die Schulsprecher Lilly Hauptvogel und Jonathan Schwarz blickten in ihrer Rede humorvoll auf „13 Jahre Bildungsbunker“ zurück, welcher neue Freundschaften und Verbundenheit fürs Leben geschaffen habe, zumal „niemand in der Abiturhölle“ zurückgelassen worden sei. Sie bedankten sich insbesondere für die Hingabe und das Engagement der zahlreichen Helferinnen und Helfer im Jahrgang, welche eine unvergessliche Zeit bei den Veranstaltungen rund um das Abitur ermöglicht hätten. Und wie zum Beweis feierten die der Schule nun Entwachsenen ihre neue Freiheit bis weit nach Mitternacht und erfüllten das Motto des Abends mit Leben.

 

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